Barebacking

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Was bedeutet Barebacking?

Der Begriff steht übersetzt für das Reiten ohne Sattel, was sich von bare back für nackter Rücken ableitet. Gemeint ist damit der ungeschützte Geschlechtsverkehr, also der Verzicht auf das Verwenden von Kondomen. Er kann sich auch auf Fisting ohne die Verwendung von Handschuhen beziehen. Ursprünglich beschränkte sich die Bezeichnung Barebacking auf den Analverkehr und das Fisting zwischen homosexuellen Männern. Inzwischen kann dabei jedoch auch vom ungeschützten Sex zwischen Mann und Frau die Rede sein. Dieser findet von monogamen Partnerschaften bis hin zu sogenannten Bareback-Partys statt, angeblich mit teils offen HIV-positiven Menschen.

Die Risiken von Barebacking

HIV-Negative wie auch HIV-Positive setzen sich selbst und andere einem hohen Risiko aus. Und das nicht nur in Bezug auf HIV-Infektionen, sondern auch einer möglichen Infektion mit anderen Geschlechtskrankheiten. Das schließt beispielsweise Chlamydien, Syphilis oder Gonorrhoe – auch bekannt als Tripper – ein. Neben möglichen, teils sehr schmerzhaften Symptomen sind Folgen wie Entzündungen, Unfruchtbarkeit, Geschwüre, Organschäden bis hin zum Tod möglich.

Bei HIV-Positiven besteht dabei immer das Risiko, dass eine Infektion aufgrund der teils langen Inkubationszeit unentdeckt bleibt. HIV-Negative können sich neben anderen Geschlechtskrankheiten auch mit anderen Stämmen von HIV-Viren anstecken, die schwerer zu behandeln sind.

Verbreitung von ungeschütztem Geschlechtsverkehr

Noch bis in die frühen 2000er Jahre hinein wurde Barebacking gemäß dem Begriffsursprung im öffentlichen Bewusstsein mit Homosexualität in Verbindung gebracht. Das entspricht jedoch nicht mehr dem tatsächlichen Sexualverhalten. Verschiedene Untersuchungen weisen darauf hin, dass es insgesamt eine Zunahme von ungeschütztem Geschlechtsverkehr gibt. Safer Sex wird in homosexuellen Konstellationen teilweise häufiger praktiziert als in heterosexuellen.

In jedem Fall sind mit dem bewussten Verzicht auf Safer Sex erhebliche Risiken verbunden. Ein Irrglaube besteht darin, dass eine monogame Konstellation automatisch Sicherheit bietet. Aufgrund möglicher Seitensprünge oder unentdeckter Infektionen ist dies jedoch nicht zwingend der Fall.

Die Motivation hinter der risikoreichen Praktik

Barebacking folgt – zumindest mehrheitlich – einer bewussten Entscheidung, die damit verbundenen Risiken in Kauf zu nehmen. Ein Grund dafür ist das geschwundene gesellschaftliche Bewusstsein für Geschlechtskrankheiten wie Aids. Weitere Motivationen sind unter anderem:

  • die Vorstellung eines intensiveren und intimeren sexuellen Erlebnisses
  • eine ablehnende Haltung gegenüber der Verwendung von Kondomen
  • der Gedanke an die fehlende Notwendigkeit von Safer Sex bei vermeintlicher Sicherheit
  • Neugier auf unverbindlichen Sex ohne Kondom

Bareback-Fantasien mit passenden Produkten ausleben

Wer den Reiz von direktem Hautkontakt und einer Ejakulation ohne Kondom auf andere Weise erleben möchte, kann dafür eine Taschenmuschi oder eine Sexpuppe nutzen. So lassen sich entsprechende Fantasien ohne Schwangerschaftsrisiko und ohne Übertragung von Geschlechtskrankheiten durch eine weitere Person erkunden. Nach dem Kontakt mit Körperflüssigkeiten sollten die Produkte gemäß den Pflegehinweisen gründlich gereinigt werden, beispielsweise mit einem geeigneten Toy Cleaner.